Wie vermiete ich eine Unterkunft?

Sie haben Wohnraum zur Verfügung und möchten diesen vermieten? Wir helfen Ihnen gerne weiter mit unserem Know-How und unserem Zimmervermittlungsprogramm.

Vielleicht steht bei Ihnen Wohnraum zur Verfügung, weil die Kinder ausgezogen sind oder Sie möchten gerne wieder Leben im Haus haben und sich ein kleines Zubrot verdienen? Es gibt verschiedene Gründe, an unsere Gäste eine Unterkunft zu vermieten und mit dem Tourismus- und Stadtmarketing der Stadt Mölln zusammenzuarbeiten. Wir helfen Ihnen gerne weiter und stehen Ihnen mit unserem Know-How und unserem Zimmervermittlungsprogramm zur Verfügung.

Wir bieten Ihnen viele Leistungen und eine Rundum-Betreuung durch das Team der Tourist-Information:

  • Von der Dateneinpflege über die Beratung bis zur Erstellung der Fotos, die Mitarbeiter der Tourist-Information bieten Ihnen die Pflege und Verwaltung der Daten kostenfrei an.
  • Alle Buchungen werden per Mail, per Fax oder auch auch per Post automatisch an Sie übermittelt.
  • Eigener Zugang zum Online-Buchungssystem, d.h. Sie haben weiterhin die Freiheit, eigene Buchungen kostenfrei anzunehmen (solange noch keine Buchungen über das Buchungssystem vorhanden sind).
  • Keine Grundgebühren, keine Einrichtungsgebühren, keine Systemgebühren und  – kein unternehmerisches Risiko, lediglich bei erfolgreicher Buchung wird eine Provision in Höhe von 10% zzgl. MwSt. fällig.
  • Egal ob Sie über eine eigene Website verfügen oder ob Sie bisher noch nicht im Internet vertreten sind, mit dem Buchungssystem sind Sie sowohl regional als auch überregional im Netzwerk direkt buchbar.

Was muss ich tun?

Kontaktieren Sie die Tourist-Information auf dem Marktplatz im historischen Rathaus. Wir vereinbaren einen Termin mit Ihnen und schauen uns Ihre Unterkunft persönlich an. Danach schließen wir einen Vertrag zur Zimmervermittlung ab und veröffentlichen Ihre Unterkunft auf unserer Homepage. Falls Sie sich schon vorab informieren möchten, schauen Sie sich gern die folgenden Formulare an.

Rechtliche Grundlagen

Für die Vermietung von Ferienhäusern, -wohnungen und -zimmern gelten grundsätzlich Vorschriften – unabhängig davon, ob eine eigene Immobilie regelmäßig oder die Mietwohnung kurzzeitig an Gäste vermietet wird. Jede*r Gastgeber*in ist für die Einhaltung der Regelungen und gesetzlichen Pflichten selbst verantwortlich und sollte sich im Detail informieren.

Steuerrecht – Welche Steuern sind zu bezahlen?

Jegliche Einnahmen aus der Vermietung von Ferienunterkünften sind in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Ob darüber hinaus Umsatz- und Gewerbesteuer abzuführen sind, hängt von der Höhe der Einnahmen ab. Eine Umsatzsteuerpflicht des Gastgebers und damit die Verpflichtung zum Ausweis von Mehrwertsteuer auf der Rechnung besteht bei Einnahmen über 22.000 Euro im Jahr.

(Rechtsvorschriften: Einkommensteuergesetz, Umsatzsteuergesetz, Abgabenordnung)

Gewerberecht – Was ist zu beachten?

Grundsätzlich ist jede*r Vermieter*in verpflichtet, ihre/seine Vermietung dem örtlichen Gewerbeamt anzuzeigen. Die Vermietung von Ferienunterkünften müssen Sie gegenüber dem Finanzamt anmelden, wenn es sich um eine selbstständige Nebentätigkeit oder um eine hauptberufliche Selbstständigkeit handelt.

Das Finanzamt prüft die Voraussetzungen nach Ausfüllen des Anmeldeformulars und leitet die Unterlagen gegebenenfalls an das Gewerbeamt weiter. Von diesem bekommen Sie als Antragsteller*in die Aufforderung, die geplanten Gewinne zu übermitteln. Anhand Ihrer Daten wird festgelegt, ob Sie Gewerbesteuer zu zahlen haben oder nicht.

Möglich ist auch, dass Sie sich direkt beim Gewerbeamt melden, dann wendet sich dieses mit der Vorankündigung an das Finanzamt. Als Faustregel gilt, dass ab einem Gewinn von 24.500 Euro im Jahr die Gewerbesteuer fällig wird.

Melderecht – Welche Meldepflichten sind zu beachten?

Nach dem Bundesmeldegesetz ist jede*r Gastgeber*in verpflichtet, für den Gast einen Meldeschein auszustellen. Dieser Meldeschein ist vom Gast bei der Ankunft zu unterschreiben. Der/Die Gastgeber*in muss diesen Meldeschein ein Jahr aufbewahren. Zusätzlich gilt es zu beachten, dass Mölln eine Kurabgabe erhebt. Diese beträgt zur Zeit in der Hauptsaison von April bis Oktober 2,- Euro pro Übernachtung und in der Nebensaison von November bis März 1,50,- Euro. Diese Abgabe muss vom Vermieter*in kassiert und an das Tourismus- und Stdtmarketing Mölln abgeführt werden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

Zusätzliche Abgaben – Welche Kosten fallen an?

Mölln ist berechtigt eine Tourismussabgabe zu erheben. Zahlen müssen diejenigen Personen und Unternehmen, die einen wirtschaftlichen Nutzen durch den Tourismus haben. Nähere Auskünfte hierzu erteilt Ihnen das Steueramt der Stadt Mölln.

(Rechtsvorschriften: Grundgesetz, Kommunalabgabengesetze, Satzung der Kommune)

Rundfunk – Fallen Gebühren für den Rundfunkempfang an?

Wie bei Privatpersonen müssen auch Anbieter*innen von Ferienunterkünften einen Rundfunkbeitrag für die bloße Möglichkeit des Empfangs des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abführen. Die Höhe richtet sich nach der Zahl der Betriebsstätten, der dort sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und der betrieblich genutzten Fahrzeuge im Jahr. Darüber hinaus ist die GEMA zu berücksichtigen. Aufgrund der ungeklärten Rechtslage empfiehlt der DTV aktuell die Gebühren unter Vorbehalt an die Verwertungsgesellschaft zu entrichten.

(Rechtsvorschriften: Grundgesetz, Rundfunkstaatsvertrag, Rundfunkbeitragsstaatsvertrag, Urheberrechtsgesetz)

Preisangaben – Wie muss der Preis der Unterkunft ausgezeichnet werden?

Eine Preisübersicht für die Zimmer und gegebenenfalls das Frühstück sind am Eingang oder der Anmeldestelle des Gastgebers gut sichtbar auszulegen. Grundsätzlich müssen Angebote alle verpflichtenden Preisbestandteile enthalten. Das heißt, die pauschalen und in jedem Fall zu zahlenden Nebenkosten für Strom, Gas, Wasser, Heizung, Bettwäsche oder Endreinigung sind in den Angebotspreis mit einzubeziehen. Nur Leistungen, die dem Gast selbst freigestellt werden, können separat ausgewiesen werden.

(Rechtsvorschriften: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Preisangabenverordnung)